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Sozialberatung beim Quartiersmanagement

Notfallhilfe in Corona-Zeiten: Studierende der Sozialen Arbeit unterstützen Stadtteilbewohner!

Eine Sozialberatung in Zusammenarbeit mit der AG TuWas der Frankfurter Fachhochschule wird es ab Anfang Februar in den Quartiersmanagements des Diakonischen Werkes für Frankfurt und Offenbach geben. „Wir stellen schon seit längerem einen Bedarf nach wohnortnaher Sozialberatung fest, während der Corona-Pandemie ist die Nachfrage massiv angestiegen“, sagt Nora David, Quartiersmanagerin in Fechenheim. Auch in den übrigen Quartieren, sei es in der Nordweststadt, in Rödelheim, Preungesheim oder im Riederwald stellten die Quartiersmanger*innen des Diakonischen Werkes im Frankfurter Programm-Aktive Nachbarschaft einen enormen Beratungsbedarf der Bewohner*innen fest.

Präsenzzeiten in den Sozialrathäusern fehlen
„Wir haben in Fechenheim einen hohen Anteil an Menschen mit Sprachbarrieren oder eingeschränkter Lesefähigkeit, das führt zu vielen Unklarheiten“, sagt Nora David. Da Jobcenter, Sozialrathäuser, Sozialbezirksvorsteher*innen und Freie Träger wegen der Pandemie seit vielen Monaten keine Präsenztermine mehr anbieten oder deutlich weniger Beratungstermine vergeben können, hätten sich viele Bewohner*innen an die Quartiersmanagements gewandt. Aber auch hier fielen Formularsprechstunden aus, weil viele Ehrenamtliche, die die Sprechstunden abhalten, zur Risikogruppe zählen.

Beratungsangebot von acht Stunden pro Woche
Nun werden Studierende der Sozialen Arbeit, die sich in der AG TuWas der Frankfurt University of Applied Sciences engagieren, in die Lücke springen. Den Kontakt stellte die Fachstelle für die Quartiersmanagements im Jugend- und Sozialamt der Stadt Frankfurt her. Die Fachstelle übernimmt auch die Finanzierung des Angebots, das zunächst bis Ende März gelten soll. Geplant ist, dass die Studierenden jede Woche jeweils rund acht Stunden Sozialberatung in den Quartiersbüro anbieten werden und zwar in allen 15 Quartieren des Frankfurter Programmes-Aktive Nachbarschaft.

Viele Fragen und großer Gesprächsbedarf
Bewohner*innen fragen nach Unterstützung, um ihre Kinder via Kindernet in der Kita anzumelden, manche arbeiten als Soloselbstständige und möchten Corona-Hilfen beantragen oder kommen mit Briefen vom Jobcenter, die sie nicht verstehen. Aber auch Ältere wenden sich an die Quartiersmanager*innen des Frankfurter Programmes-Aktive Nachbarschaft, weil sie Fragen und Gesprächsbedarf haben.

Türen offen halten in den Quartieren
„Wir sind einer der Orte im Stadtteil, an denen noch Licht brennt und die Türen offen sind“, sagt Nora David aus Fechenheim. Digitale und telefonische Ersatzangebote sind für viele Hilfesuchende keine geeignete Lösung. Gerade für Menschen mit Sprachbarrieren ist die persönliche wohnortnahe Beratung besonders wichtig, „sie brauchen die Gestik, müssen ihre Formulare zeigen können.“ Die Studierenden der AG TuWas werden nun Abhilfe schaffen und kompetente Sozialberatung anbieten, direkt in den Quartieren an Orten, die den Stadtteilbewohner*innen vertraut sind.

Sozialberatung in den Quartiersmanagements der Diakonie startet im Februar
Eine Sozialberatung in Zusammenarbeit mit der AG TuWas der Frankfurter Fachhochschule wird es ab Anfang Februar in den Quartiersmanagements des Diakonischen Werkes für Frankfurt und Offenbach geben. „Wir stellen schon seit längerem einen Bedarf nach wohnortnaher Sozialberatung fest, während der Corona-Pandemie ist die Nachfrage massiv angestiegen“, sagt Nora David, Quartiersmanagerin in Fechenheim. Auch in den übrigen Quartieren, sei es in der Nordweststadt, in Rödelheim, Preungesheim oder im Riederwald stellten die Quartiersmanger*innen des Diakonischen Werkes im Frankfurter Programm-Aktive Nachbarschaft einen enormen Beratungsbedarf der Bewohner*innen fest.