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Notfallseelsorge

In Situationen, in denen sich plötzlich alles verändert, bei schweren Unfällen, Suizid oder Gewalttaten, gerät die Seele in Not. In solchen Fällen wird die Notfallseelsorge (NFS) von Polizei, Feuerwehr, Notarzt/Rettungsdienst über die Leitstelle der Feuerwehr alarmiert und leistet „Erste Hilfe für die Seele“.

Krisenintervention rund um die Uhr kostenfrei
Durch die Krisenintervention der Notfallseelsorge, können Betroffene psychisch stabilisiert werden und müssen in den ersten schweren Stunden nach dem Ereignis nicht alleine sein. Darüber hinaus können entlastende Rituale angeboten werden (wie z.B. Verstorbene auszusegnen). Die NFS ist für alle Menschen in Frankfurt da, unabhängig von Religion, Konfession oder Nationalität. Ihre Unterstützung und Begleitung bietet die Notfallseelsorge rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr kostenfrei an. Einsatzindikationen sind belastende Situationen, wie z.B.:

Häuslich: plötzlicher Todesfall, erfolglose Reanimation / plötzlicher Tod eines Kindes / suizidalen Krisen / Angehörige und Betroffene nach Suizid / oder

Außerhäuslich: Angehörige, Augenzeugen, Unfallverursacher nach schweren oder tödlichen Unfällen / für Unfallopfer während Rettungs- und Wartezeiten/ Betreuung von Betroffenen bei Großschadenslagen und Katastrophen/ für Begleitung beim Überbringen von Todesnachrichten/ für Opfer und deren Angehörige nach Gewalttaten/ als Ansprechpartner für betroffene Einsatzkräfte.


Hörenswert! Radiobeitrag: Conny von Schumann im Gespräch mit dem Hessischen Rundfunk (hr1)
Der Leiter der Notfallseelsorge des Diakonischen Werkes für Frankfurt und Offenbach Conny von Schumann hat hr-Reporterin Jutta Nieswand ein Interview zum Thema Mitgefühl gegeben. Ausgestrahlt wurde der Beitrag am 8. November in der hr-Info-Sendung „Himmel und Erde“ zum Thema „Das Sankt-Martins-Prinzip – Warum Mitgefühl uns gut tut.“ Von Schumann berichtet darin über die Erfahrungen der Notfallseelsorger*innen, die zu Menschen gerufen werden, die einen unerwarteten Todesfall, schwere Unfälle oder einen anderen Schicksalsschlag erlebt haben. Sie zeigen viel Mitgefühl und geben Menschen eine Stütze. Zugleich müssen sich Notfallseelsorger*innen nach einem Einsatz „auch wieder aus der Rolle rausnehmen“, um sich selbst zu schützen“, wie von Schumann berichtet. Hören Sie selbst…