© Samira Chighennou/Timon Radke

Flüchtlingsunterkunft Sportfeld Edwards in Berkersheim

Seit dem 1. Februar 2019 betreibt das Diakonische Werk für Frankfurt am Main im Auftrag der Stadt die Großunterkunft für Flüchtlinge im nördlichen Stadtteil Berkersheim. Insgesamt leben dort 170 Menschen, 16 Familien, 50 alleinstehende Männer und 16 alleinstehende Frauen, teilweise mit Kindern. Sie kommen ursprünglich aus dem Iran, Irak, Syrien, Afghanistan, Eritrea und Äthiopien.

Die Unterkunft besteht aus fünf Häusern, die in Holzbauweise erstellt wurden. In den Häusern befinden sich Wohnungen für bis zu sechs Personen, die jeweils mit einer Küche und Bad ausgestattet sind, so dass die Bewohner und Bewohnerinnen ein weitgehend eigenständiges Leben führen können, bei dem auch Privatsphäre gegeben ist.

Ankommen im neuen Stadtteil

Die Menschen sind aus anderen Frankfurter Unterkünften nach Berkersheim gezogen und müssen nun im neuen Stadtteil Fuß fassen. Die Fluchterfahrung geht bei den meisten ins Jahr 2015 zurück. Inzwischen haben einige Arbeit gefunden oder machen eine Ausbildung. Sie hoffen auf ein dauerhaftes Leben in Frieden und Sicherheit in ihrer neuen Heimat, auf Zukunftsperspektiven für sich und ihre Kinder.

Der Integrationsprozess geht weiter

Einige der Frauen und Männer nehmen noch an Angeboten des Spracherwerbs und der Alphabetisierung teil. Die Kinder besuchen Kindergärten und Schulen. Bei anderen ist es das Ziel, ihnen Wege in Ausbildung und Arbeit zu eröffnen. Geplant sind auch kreative Angebote, die helfen können, besonders belasteten Menschen aus der Hoffnungslosigkeit zu helfen.

Wohnung finden

Die Unterkunft in Berkersheim versteht sich als Übergangsort in ein integriertes Leben in der Gesellschaft. Hier haben die Bewohner und Bewohnerinnen Gelegenheit, sich selbst zu erproben, mit der Unterstützung, die sie im Einzelfall benötigen. Der nächste Schritt ist der Umzug in eine eigene Wohnung. Dies ist in Frankfurt eine besondere Herausforderung.

Ehrenamtliches Engagement

Viele Ehrenamtliche haben sich gemeldet, um die Bewohnerinnen und Bewohner zu unterstützen. Deutschunterricht und Hausaufgabenbetreuung stehen zunächst im Mittelpunkt. Weiterhin sind verschiedene Freizeit- und Ferienangebote bis hin zu individuellen Patenschaften geplant. Ihr Engagement wird hoch geschätzt. Besonders für alleinerziehende Frauen ist die Organisation ihres Alltags schwer und Unterstützung immer willkommen.

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