In einer eigenen Wohnung leben und den Alltag bewältigen, für viele Menschen eine besondere Herausforderung: ob junge Erwachsene, die das erste Mal alleine wohnen, ob ehemals Wohnungslose, die sich wieder in ihren eigenen vier Wänden zurecht finden müssen oder Menschen mit psychischen Erkrankungen, die eine geregelte Tagesstruktur benötigen.
So selbstständig wie möglich, so viel Unterstützung wie nötig
Der Sozialdienst Wohnen und Betreuen unterstützt und begleitet diese Menschen in ihrem Wohnumfeld mit dem Ziel, ein selbstständiges Leben in der eigenen Wohnung zu ermöglichen, die Lebensqualität zu erhöhen und eine (erneute) Wohnungslosigkeit zu verhindern. Rund 80 Menschen werden zurzeit von erfahrenen Sozialarbeiter*innen betreut. Sie unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht.
Vielfältige Aufgaben
Die Aufgaben des Sozialdienstes sind vielfältig und richten sich nach den Bedürfnissen der zu betreuenden Person. Dazu gehören: Beistand und Begleitung in finanziellen und rechtlichen Angelegenheiten, bei Anträgen und anderen Schreiben an Ämter, Banken, Krankenkassen und weiteren Institutionen, bei der Gesundheitsförderung, beim selbstständigen Führen des Haushaltes, beim Strukturieren des Alltages und der Freizeit, bei der Suche nach Ausbildung und Arbeit, bei Konflikten – zum Beispiel in der Familie, bei Partnerschaft oder Nachbarschaft, bei der Vermittlung an weiterführende Stellen.
Voraussetzungen
Die Betreuung erfolgt auf freiwilliger Basis – das heißt, Sie wünschen das Unterstützungsangebot und sind bereit, mit den begleitenden Mitarbeiter*innen zusammenzuarbeiten. Wir stellen den Antrag auf eine Kostenübernahme gemeinsam mit Ihnen. Vom Landeswohlfahrtsverband Hessen sind wir als Leistungserbringer anerkannt. Das bedeutet, dass die Kosten – je nach Umfang der Leistung – im Rahmen der Eingliederungshilfe übernommen werden.
Nehmen Sie Kontakt auf!
Melden Sie sich, um ein erstes Informationsgespräch zu führen, gerne auch kurzfristig. Die Mitarbeiter*innen des Sozialdienstes nehmen sich Zeit, um mit Ihnen über Ihre Situation zu sprechen und Fragen zu beantworten. Gemeinsam erarbeiten sie einen Plan, der festlegt, welche Unterstützung Sie erhalten. Zeitraum und Umfang der Hilfen richten sich nach Ihren Bedürfnissen.
Flyer Sozialdienst Wohnen und Betreuen
Projekt Housing First
Im Oktober 2021 startete das Housing First in Kooperation mit der GWH Wohnungsgesellschaft mbH Hessen. Die GWH stellte zunächst zwölf Ein-Zimmer-Wohnungen mit separater Küche, Bad und Balkon in Sossenheim zur Verfügung, die Apartments sind im Schnitt rund 30 Quadratmeter groß. Wohnungslose Personen erhalten einen eigenen unbefristeten Mietvertrag und werden vom Sozialdienst Wohnen und Betreuen der Diakonie nach Bedarf begleitet. Inzwischen wurde das erfolgreiche Housing First auch auf andere Frankfurter Stadtteile ausgeweitet, die Wohnungsgesellschaft GWH hat inzwischen 28 Wohnungen dafür im Angebot, darunter auch Wohnungen für Mütter mit Kindern. Das Housing First-Projekt wird von der Stadt Frankfurt am Main finanziell unterstützt.
Besonderes Angebot für Schwangere und Alleinerziehende
Unser sozialpädagogisches, ambulantes Angebot richtet sich an Schwangere und Alleinerziehende mit Kindern bis zum Alter von 6 Jahren. Wir unterstützen sie individuell und alltagsnah dabei, ihren Alltag zu bewältigen und die Entwicklung ihrer Kinder bestmöglich im Blick zu haben. Schwangeren und Mütter mit Kindern stehen Wohnungen des Sozialdienstes Wohnen und Betreuen zur Verfügung (unter anderem EVU in zwei unserer Häuser). EVU-Wohnungen sind zwischengenutzte Wohnungen, die über die Evangelische Wohnraumhilfe oder die Diakonie für wohnungslose Personen zur Verfügung gestellt werden.
Darüber hinaus begleiten und unterstützen wir alleinerziehende Mütter und Väter auch in ihrem eigenen Wohnraum. Auch hier steht im Mittelpunkt: eine individuelle und alltagsnahe Unterstützung.Es wird eine gesunde Entwicklung der Familie gefördert, Elternkompetenz gestärkt und Unterstützung angeboten, von diversen Antragstellungen über die Gesundheitsförderung bis zur Vermittlung von Betreuungsplätzen. Bei Bedarf vermitteln wir auch zu weiterführenden Hilfen und leiten zusätzliche Unterstützungsmaßnahmen ein.
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