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Weihnachten im Frankfurter Hauptbahnhof

Gottesdienst der Bahnhofsmission am 24. Dezember wegen Corona abgesagt!

Am Heiligen Abend herrscht im Frankfurter Hauptbahnhof eine besondere Stimmung. Manche stöbern noch nach Geschenken, andere setzen sich für Weihnachtsbesuche in den Zug oder kommen von weiter her in Frankfurt an, um das Weihnachtsfest zuhause zu feiern. Und einige sind auch am Hauptbahnhof, weil sie kein Zuhause haben. Reisende, Passanten, Wohnungslose und andere bildeten in den vergangenen Jahren eine Gemeinde für kurze Zeit, blieben stehen beim Weihnachtsgottesdienst der Bahnhofsmission oder lauschten im Vorbeigehen.

Auch in diesem Jahr muss dieser besondere Weihnachtsgottesdienst mitten im Hauptbahnhof ausfallen, wegen der Corona-Pandemie. Der Leiter der Bahnhofsmission Diakon Carsten Baumann und Beatrix Henrich, Pastoralreferentin der Dompfarrei St. Bartholomäus, halten den ökumenischen Weihnachtsgottesdienst der Bahnhofsmission normalerweise gemeinsam. Sie hoffen, dass sie die frohe weihnachtliche Botschaft am 24. Dezember 2022 wieder gemeinsam verkünden können, für Reisende und alle anderen Interessierten, die am Heiligen Abend für einen Augenblick innehalten, und sich von der Weihnachtsgeschichte ganz neu anregen lassen wollen.

Zeitgenössische Weihnachtskrippe im Frankfurter Hauptbahnhof
Sich einlassen auf biblische Figuren und jüngere Heilige – dies ist auch in Corona-Zeiten an der Weihnachtskrippe möglich, die die Bahnhofsmission Frankfurt mit Beginn der Adventszeit wieder am Querbahnsteig des Kopfbahnhofes aufgestellt hatte. Die rau gehaltenen unbemalten Figuren sind unweit des DB-Informationsschalters zu finden. Die zeitgenössische Krippe fertigten Schülerinnen und Schüler der Kenar-Schule aus dem polnischen Zakopane, die auf eine lange Tradition im Kunsthandwerk zurückblickt.

In diesem Jahr steht die Krippe unter dem Motto: „Bethlehem und die Jugend in Europa“. Jahr für Jahr kommen neue Figuren hinzu, in diesem Jahr ist es Stanislaw Kostka, erkennbar an dem Rosenkranz, den er in Händen hält. Er lebte von 1550 -1568, und wanderte zu Fuß von Wien nach Rom, um im Jesuitenorden aufgenommen zu werden. Er wurde heiliggesprochen und ist der Patron der Studierenden. Neu unter den Krippenfiguren ist auch Don Giovanni Melchiore Bosco, der von 1815 bis 1888 lebte. Der Priester, Ordensgründer, Erzieher und Sozialarbeiter engagierte sich lebenslang für arme benachteiligte Jugendliche und begründete ein weltweites Netzwerk – heute sind rund 15.000 Salesianer Don Boscos in mehr als 1.800 Niederlassungen in 132 Ländern für Kinder und Jugendliche tätig. In der Krippe ist Don Bosco mit einem Buch unter dem Arm dargestellt.

Die Bahnhofsmission Frankfurt wird vom Diakonischen Werk für Frankfurt und Offenbach und dem Caritasverband Frankfurt e. V. gemeinsam getragen. Sie ist vom Gleis 1 im Frankfurter Hauptbahnhof und von der Mannheimer Straße aus zugänglich und hat 24 Stunden am Tag geöffnet. Sie ist auch während der Weihnachtsfeiertage für wohnungslose Menschen und andere Bedürftige da.

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