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Inklusion für Krabbelkinder

Das Qualifizierungsprojekt „Vielfalt stärken – Vielfalt leben“ startet in die 5. Runde!

Acht Frankfurter Krabbelstuben beteiligten sich 2020 am Projekt „Vielfalt stärken-Vielfalt leben“. Sie nahmen Kinder unter drei Jahren mit Handicap auf, Expertinnen aus dem Inklusionsteam des Diakonischen Werkes für Frankfurt und Offenbach begleiteten sie dabei. Ziel des Modellprojektes ist es, die Zahl der Krabbelstubenplätze für Kinder mit Beeinträchtigungen in Frankfurt und Offenbach zu erhöhen. Denn 2015, beim Start des Projektes, waren die wenigsten Krabbelstuben darauf eingerichtet, Kinder mit Handicap aufzunehmen. Seitdem machten mehr als 40 Kitas verschiedenster Träger bei der Qualifizierung mit, „Vielfalt stärken – Vielfalt leben“ geht in die 5. Runde.

Evangelische Kitas qualifizieren sich
Bis zum 15. Februar läuft die Bewerbungsfrist für Krabbelstuben des Diakonischen Werkes und Kindertageseinrichtungen U3 der evangelischen Kirchengemeinden in Frankfurt und Offenbach für die kostenlose Qualifizierung. Sabine Grossmann und Simone Soldan aus dem Inklusionsteam der Diakonie stehen ihnen als Expertinnen zur Seite. Mit dem „Index für Inklusion“ legten sie 2020 einen Leitfaden vor, der Schritt für Schritt zum gleichberechtigten Spielen und Lernen aller in der Kita führen soll. „Inklusion bedeutet nicht nur, Kinder mit körperlichen oder geistigen Handicaps aufzunehmen, sondern auch, Kindern von Geflüchteten oder Kindern aus Familien mit wenig Geld mehr Teilhabe zu bieten,“ sagt Projektleiterin Rita Boller. Krabbelstuben, die sich um die Entwicklung von bereits aufgenommen Kindern sorgen, können ebenfalls am Projekt teilnehmen.

Inklusion macht alle reicher
Netzwerktreffen, regelmäßige Team-Beratungen und Hospitationen in den Kindergruppen gehören zum Konzept. „Wegen der Pandemie haben wir kaum hospitiert, stattdessen begleiteten Erzieher*innen die Entwicklung der Krabbelkinder mit der Kamera, das war eine Bereicherung, das werden wir beibehalten, sagt Boller.

„Vielfalt stärken – Vielfalt leben“ möchte den Gedanken der Inklusion fest in Kita-Teams verankern und sie entsprechend qualifizieren. Immer noch denken viele, dass Inklusion in Kitas eher anstrengend ist, wissen die Expertinnen der Diakonie. Doch die bisherigen Erfahrungen zeigten: „Inklusion bereichert alle Kinder und stärkt das Miteinander und die Arbeitszufriedenheit im Team.“ Ganz im Sinne des Bundesteilhabegesetzes, das allen Kindern einen bedarfsgerechten Zugang auch im U3 Bereich ermöglichen soll.

Bewerben bis Mitte Februar
Interessierte evangelische Kindertageseinrichtungen U3 aus Frankfurt und Offenbach sind herzlich eingeladen, sich für die kostenlose Teilnahme an „Vielfalt stärken – Vielfalt leben“ bis zum Montag, 15. Februar 2021 zu bewerben. Telefonische Auskunft beim Diakonischen Werk für Frankfurt und Offenbach, Kurt-Schumacher-Straße 31, 60311 Frankfurt, unter 069 24 75 149 4033 und per Mail: simone.soldan@diakonie-frankfurt-offenbach.de.

Zum Projekt Vielfalt stärken-Vielfalt leben

Filmbeitrag: „Mittendrin statt nur dabei! – Frankfurter Kitas zeigen, wie Inklusion geht!”