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Winternotübernachtung für Obdachlose beendet

Schlafplätze in der Teestube des Diakonischen Werkes waren stark nachgefragt!

In der Nacht zum Montag, 15. März, endete die Winternotübernachtung für Obdachlose in der Teestube an der Gerberstraße. „Wir hatten eine Auslastung von 83 Prozent“, sagt Thomas Quiring, der den Sozialdienst Offenbach Wohnungsnotfallhilfe der Diakonie leitet. Von den sechs Übernachtungsplätzen waren im Schnitt fünf belegt. „Unser Angebot wurde sehr gut angenommen“, sagt Quiring.

Am 11. Februar, mitten in den eiskalten Nächten, war erstmals eine Winternotübernachtung in der Stadt Offenbach am Main angeboten worden. Männer, Frauen und Paare konnten täglich zwischen 20 Uhr und 6.30 Uhr in der Teestube des Diakonischen Werkes für Frankfurt und Offenbach übernachten. Sie rollten Isomatten und Schlafsäcke aus, tranken Tee, aßen Gebäck vom Vortag, konnten sich waschen und auf die Toilette gehen. „Es kamen ausschließlich Männer,“ sagt Thomas Quiring, „viele sind schon morgens um 4.30 Uhr weggegangen, um ihre Arbeitskraft als Tagelöhner anzubieten, sie hätten sonst bei den sehr kalten Temperaturen in Abbruchhäusern übernachtet.“

Der Caritasverband Offenbach/Main e.V. und der Malteser Hilfsdienst kooperierten mit dem Diakonischen Werk für Frankfurt und Offenbach. Ein gemeinsamer Spendenaufruf des Caritasverbands Offenbach/Main e.V. und der Ökumenischen Initiative „Soziale Not in Offenbach“ sicherte die ersten beiden Wochen der Winternotübernachtung. Die Stadt Offenbach finanzierte sie bis zum 15. März. „Die Solidarität und Spendenbereitschaft der  Bürger und Institutionen war wieder beeindruckend. So konnten wir zusätzlich zwei schwerkranke Männer, die die Caritas Straßenambulanz betreut, auch weiterhin in einem Hotel unterbringen. Dafür bedanken wir uns noch einmal ganz herzlich bei den Spenderinnen und Spendern“, betont Anette Bacher, Leiterin des Caritashauses St. Josef.

„Nach diesem Erfolg des Angebotes wäre es wünschenswert, wenn die Winternotübernachtung in diesem Jahr gleich zu Beginn der Winterperiode von der Stadt Offenbach eingeplant würde“, sagt Karin Kühn, die den Arbeitsbereich Diakonische Dienste bei der Diakonie leitet. „Wir haben den Bedarf gesehen und werden im Spätsommer mit einem überarbeiteten Konzept an die Stadt Offenbach herantreten“, sagt Thomas Quiring.

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