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Viele Obdachlose kommen zur Winternotübernachtung

Schlafplätze in der Teestube des Diakonischen Werkes sind gefragt!

Ausgerollte Isomatten und Schlafsäcke in der Teestube an der Gerberstraße: Dieses Bild bietet sich seit Beginn der Winternotübernachtung Abend für Abend. „Unser Angebot wird unglaublich gut angenommen, das freut mich sehr“, sagt Thomas Quiring, der Leiter des Sozialdienstes Offenbach Wohnungsnotfallhilfe der Diakonie.

Am 11. Februar, mitten in den eiskalten Nächten, startete erstmals die Winternotübernachtung in der Stadt Offenbach am Main. Caritasverband Offenbach/Main e.V. und der Malteser Hilfsdienst kooperieren mit dem Diakonischen Werk für Frankfurt und Offenbach. Ein gemeinsamer Spendenaufruf des Caritasverbands Offenbach/Main e.V. und der Ökumenischen Initiative „Soziale Not in Offenbach“ finanziert die ersten beiden Wochen. Die Stadt Offenbach kündigte an, die Winternotübernachtung bis in den März hinein finanziell abzusichern.

Sechs Personen, Männer, Frauen und Paare können jede Nacht in der Zeit zwischen 20 Uhr und 6.30 Uhr in der Teestube an der Gerberstraße übernachten. Die Anmeldung erfolgt am selben Tag zwischen 20 und 22 Uhr, eine Reservierung ist nicht möglich. In der ersten Nacht kam noch niemand, berichtet Thomas Quiring, inzwischen ist das neue Angebot bekannt, oft sind es sechs Personen, die kurz vor 20 Uhr vor der Teestube stehen, um dort zu übernachten.

Auf die neue Winternotübernachtung reagierten viele positiv und spendeten: „Anrufer*innen fragten, ob wir Schlafsäcke und Isomattenn brauchen, ein Gastronomiebetrieb aus Unterfranken spendete trotz Kurzarbeit 450 Euro für Lebensmittelgutscheine, am Wochenende brachten Beamte der nahegelegenen Polizeistation belegte Brötchen vorbei“, erzählt Thomas Quiring begeistert, „vielen Dank an alle Spenderinnen und Spender“.

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