image (c) Rolf Oeser

Mehr als eine Laufzeit

Beim J.P. Morgan Lauf ging es für das Team ERV nicht nur um 5,6 Kilometer, sondern um Bewegung, Begegnung und ein gemeinsames Erlebnis mitten in Frankfurt.

Erst das Gruppenfoto im Innenhof des Dominikanerklosters, dann der Weg Richtung Startlinie, später 5,6 Kilometer durch Frankfurt: Auch in diesem Jahr waren Mitarbeitende des Evangelischen Regionalverbandes Frankfurt und Offenbach bei der J.P. Morgan Corporate Challenge dabei. Zwischen Bankentürmen, Musik, Applaus und Tausenden Laufbegeisterten wurde schnell spürbar, warum dieser Abend für viele längst mehr ist als ein Firmenlauf.

Insgesamt kamen 48 Finisherinnen und Finisher des ERV ins Ziel. Aus dem Dominikanerkloster starteten außerdem Teilnehmende des Evangelischen Vereins für Kinder- und Jugendhilfe Rhein-Main e. V., der Diakonie Hessen und der Evangelischen Zusatzversorgungskasse (EZVK).

Vor dem Start sammelten sich die Läuferinnen und Läufer im Dominikanerkloster. Dort wurden Laufshirts verteilt, letzte Fotos gemacht, Startnummern geprüft und noch einmal tief durchgeatmet. Stadtdekan Holger Kamlah richtete einige motivierende Worte an die Gruppe und wünschte allen einen guten Lauf. Dann ging es gemeinsam los Richtung Strecke.

Für Katharina Feyll aus dem Bereich Liegenschaften und Controlling des Fachbereichs Diakonie und Beratung war es ein besonderer Tag. Es war ihr letzter Arbeitstag vor dem Ruhestand und zugleich noch einmal ein sportlicher Abschluss mitten im ERV-Team.

„Joggen ist eigentlich gar nicht mein Sport, aber viel und gerne bewegen tue ich mich schon“, sagt sie. „Deshalb werde ich auch diese läppischen 5,6 Kilometer irgendwie wieder schaffen, zur Not halt walkend und nicht laufend. Der Weg ist das Ziel, nicht die eigene Laufzeit.“

Organisiert wurde die Teilnahme in diesem Jahr von Alexander Vogt, Silke Zenkner und den Auszubildenden des ERV. Neu war, dass die Azubis viele Aufgaben federführend übernommen haben. Dazu gehörten die Reservierung und Bestellung von Fotograf, Catering, Räumen und Hof, die Vorbereitung und Gestaltung vor Ort, der Aufbau, das Dekorieren und der Abbau. Auch als Ansprechpersonen vor Ort waren sie im Einsatz. Besonders Kristina Vogt und Tyra Mira Williams kümmerten sich im Team um viele praktische Dinge, von der Vorbereitung und Verteilung der Laufshirts und Beutel bis zur Foto- und Videodokumentation. Auch die Lauftreffs im Vorfeld gehörten wieder dazu.

Team-Kapitän Alexander Vogt, (c) Rolf Oeser

„Mich hat besonders gefreut, wie selbstverständlich die Azubis in diesem Jahr Verantwortung übernommen haben“, sagt Team-Kapitän Alexander Vogt. „So ein Lauf lebt nicht nur von denen, die auf der Strecke sind, sondern auch von denen, die vorher organisieren, verteilen, erinnern, fotografieren und den Überblick behalten. Das war richtig stark.“

Nach dem Start liefen die meisten für sich, im eigenen Tempo, mit sportlichem Ehrgeiz oder einfach mit dem Ziel, gut anzukommen. Die schnellste Zeit im ERV-Team lag in diesem Jahr bei 24:58 Minuten, die durchschnittliche Laufzeit bei 42:23 Minuten. Für viele andere zählte vor allem, die 5,6 Kilometer zu schaffen und die besondere Atmosphäre mitzunehmen.

„Bei Kilometer vier habe ich mich kurz gefragt, warum ich mir das eigentlich antue“, sagt eine Läuferin lachend. „Aber die Stimmung in der Stadt trägt einen dann doch weiter. Und hinterher ist man einfach froh, dabei gewesen zu sein.“

Nach dem Lauf trafen sich die Teilnehmenden wieder im Dominikanerkloster. Verschwitzt, zufrieden, manchmal erschöpft, aber gut gelaunt. Dort klang der Abend gemeinsam aus.

Am Ende blieb ein Abend, der Bewegung, Begegnung und Gemeinschaft zusammenbrachte. Oder, wie es bei 5,6 Kilometern durch Frankfurt schnell spürbar wurde: Es ging um mehr als eine Laufzeit.