image Die Diakonie will eine Million Euro in den Hitzeschutz ihrer Kindertagesstätten investieren.

Spielzeug im Sandkasten

Diakonie Frankfurt und Offenbach investiert eine Million Euro in den Hitzeschutz ihrer Kitas

Die Diakonie Frankfurt und Offenbach investiert eine Million Euro in den Hitzeschutz ihrer evangelischen Kindertagesstätten. Mit dem Programm reagiert der Träger auf die zunehmenden Belastungen durch immer häufigere und längere Hitzeperioden und stärkt den Schutz von Kindern und Mitarbeitenden.

Bereits in diesem Jahr sind an zahlreichen Standorten Maßnahmen geplant. Dazu zählen etwa das Anbringen von Sonnenschutzfolien und Sonnensegel. Darüber hinaus werden Jalousien automatisiert, Möglichkeiten zur nächtlichen Auskühlung von Gebäuden geschaffen und Lüftungsanlagen technisch weiterentwickelt. An geeigneten Standorten wird zudem geprüft, Kühlregister in bestehende Lüftungsanlagen nachzurüsten oder energieeffiziente Kühllösungen in Verbindung mit Wärmepumpen und Photovoltaik einzusetzen.

Ziel der Investitionen ist es, die Gebäude so auszustatten, dass Hitzebelastungen frühzeitig reduziert und Einschränkungen des Kitabetriebs möglichst vermieden werden. Schließungen sollen auch künftig die absolute Ausnahme bleiben.

Parallel setzt der Fachbereich Evangelische Kindertagesstätten einen verbindlichen Hitzeschutzplan um. Er greift bereits ab einer Außen- oder Innenraumtemperatur von 26 Grad Celsius und legt in einem vierstufigen Ampelsystem fest, welche Maßnahmen die Einrichtungen ergreifen – von konsequenter Verschattung, zusätzlichen Trinkangeboten und angepassten Tagesabläufen über die Nutzung kühlerer Räume bis hin zu weitergehenden Schutzmaßnahmen bei extremer Hitze. Ziel ist es, frühzeitig auf steigende Temperaturen zu reagieren und gesundheitliche Belastungen für Kinder und Mitarbeitende möglichst zu vermeiden. Eine Schließung einzelner Gruppen oder ganzer Einrichtungen ist dabei nur als letztes Mittel vorgesehen, wenn trotz aller Maßnahmen keine sichere Betreuung mehr gewährleistet werden kann

„Der Klimawandel ist in unseren Kindertagesstätten längst angekommen. Kinder zählen zu den besonders hitzegefährdeten Menschen. Deshalb handeln wir jetzt entschlossen und investieren gezielt in den Hitzeschutz unserer Einrichtungen. Diese Million Euro ist eine Investition in Gesundheit, Fürsorge und gute Bildungsorte“, sagte Markus Eisele, Verbandsleiter und Diakoniepfarrer des Evangelischen Regionalverbands Frankfurt und Offenbach.

Diakon Carsten Baumann, Geschäftsführer des Fachbereichs Evangelische Kindertagesstätten, betonte: „Wir setzen auf passgenaue Lösungen für jede Einrichtung. Wo immer möglich, haben bauliche Maßnahmen wie Verschattung und Nachtauskühlung Vorrang. Ergänzend prüfen wir moderne technische Lösungen. So schaffen wir für Kinder und Mitarbeitende auch an heißen Tagen ein möglichst sicheres und gesundes Umfeld.“

Der Evangelische Regionalverband Frankfurt und Offenbach ist Träger von rund 80 evangelischen Kindertagesstätten in Frankfurt und Offenbach. Mit der Investition unterstreicht er seinen Anspruch, den Folgen des Klimawandels aktiv zu begegnen und Verantwortung für den Schutz der ihm anvertrauten Kinder und Beschäftigten zu übernehmen.