©Rolf Oeser Beate Ulonska ist Geschäftsführerin des Fachbereichs Kindertagestätten der Evangelischen Kirche.
Seit Februar leitet Beate Ulonska den neuen Fachbereich III „Kindertagesstätten“ des Evangelischen Regionalverbandes für Frankfurt und Offenbach. Als Geschäftsführerin ist sie für 72 Einrichtungen für Kinder in Frankfurt und Offenbach und 1.135 Mitarbeitende zuständig. Ihre Herkunft, den leicht fränkischen Singsang, hört man ihr an. In einem kleinen Dorf im Landkreis Hof aufgewachsen, ging die Diplom-Betriebswirtin beruflich hinaus in die Welt. Von der Nordsee bis zum Bodensee bereiste sie in ihrer Tätigkeit für den Quelle-Konzern viele deutsche Städte. Zahlen und die Wirklichkeiten, die sich dahinter abbilden, sind ihr Metier: 14 Jahre war sie als Fach- und Führungskraft in der Revision und im Finanz- und Rechnungswesen/Controlling bei Quelle tätig. „Gerechtigkeit liegt mir am Herzen“, sagt Ulonska, die sich acht Jahre als hauptamtliche Arbeitnehmervertreterin engagierte, zuletzt als Betriebsratsvorsitzende der Zentrale in Nürnberg/Fürth, mit Mandaten im Gesamtbetriebsrat, dem Europäischen Betriebsrat und im Aufsichtsrat.
Anschließend sammelte sie zehn Jahre lang Erfahrungen in den verschiedensten sozialen Bereichen als Geschäftsführerin des Kreisverbands Erlangen/Höchstadt des Bayrischen Roten Kreuzes: Jugendrotkreuz, Wasserwacht, Kurse für Eltern, die ihr erstes Kind erwarten, Rettungsdienste, Ehrenamt, vor allem aber „die Seniorenarbeit, die mir sehr am Herzen liegt“, zählt die 59-Jährige auf. Nicht zu vergessen die Bauprojekte für insgesamt 18 Millionen Euro, die sie als Geschäftsführerin betreute.
Jetzt also Kinder. Ulonska lächelt: „Ich habe zwar keine eigenen Kinder, aber ich bin Tante, und bin dies sehr gerne.“ In den 72 evangelischen Kitas unter ihrer Regie möchte Ulonska vor allem die Chancengerechtigkeit von Kindern fördern, die aus ganz unterschiedlich aufgestellten Familien stammen. „In Frankfurt und Offenbach herrscht eine große Vielfalt der Religionen und Nationalitäten, die sich natürlich in unseren Kitas widerspiegelt. Kinder lernen in unseren Kitas von Anfang an, gut miteinander umzugehen und diese Vielfalt, die auch Kinder mit Handicaps betrifft, ganz selbstverständlich zu leben.“ Und: „Ich würde mich sehr freuen, wenn es uns gelingt, junge Leute und auch Quereinsteiger*innen als Auszubildende für den vielseitigen Beruf der Erzieher*in zu begeistern.“
Privat ist Ulonska in der Rhein-Main-Region wegen ihres Lebenspartners schon länger angekommen, gerade macht sie sich auf Entdeckungstour in der Frankfurter Jazzszene.
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