image Privat Wolfgang Gietz

Beim Spaziergang mal eben in die Nidda springen

Broschüre über das einstige Naturschwimmbad in Rödelheim erschienen!

Die steinernen Stufen sind noch da. Bei ihrem Anblick erinnern sich manche Rödelheimerinnen und Rödelheimer an die Zeiten als sie hier, direkt beim Blauen Steg, in der Nidda geschwommen sind. 1920 eröffnete das Naturschwimmbad für alle, es kostete keinen Eintritt und es gab Umkleidekabinen und einen Kiosk. „Pack die Badehose ein, Rödelheimer Freibadgeschichten“ heißt eine Broschüre des Quartiersmanagements Rödelheim-West, in der viele Erinnerungen an das ehemalige Bad nachzulesen sind.

Quartiersmanagerin Heike Hecker stieß den Prozess an, bat eine Gruppe Studierender, Rödelheimerinnen und Rödelheimer zu interviewen und hielt auf diese Weise deren Erinnerungen fest. Ihre Geschichten stehen nun in dem 40-seitigen reichbebilderten Buch.
Von romantischen Lampionfahrten mit Kanus ist dort die Rede und vom Brentanobad, das erst 1930 entstand und in das manche einfach hineingeschwommen sind, um den Eintritt zu sparen. Rund 40 Jahre lang gab es das Naturschwimmbad, bevor die Stadt Frankfurt es aufgrund der schlechten Wasserqualität schloss.

Auch heute träumen manche davon, dass das Schwimmen im Fluss nach einem Sonnenbad auf den steinernen Stufen wieder möglich wird: „Als wir 2019 bei unserer Fotoaktion ‚Wenn ich König*in von Rödelheim wäre‘ nach Wünschen für die Zukunft fragten, nannten einige das Wieder-Errichten eines Naturbades an der ursprünglichen Stelle“, sagt Quartiersmanagerin Heike Hecker vom Diakonischen Werk für Frankfurt und Offenbach.

Das „Frankfurter Programm – Aktive Nachbarschaft“ finanzierte die Broschüre. Sie ist kostenlos beim Quartiersmanagement Rödelheim-West, Westerbachstraße 29, erhältlich. Kontakt: Telefon 069 934 90218, E-Mail: Roedelheim-west@frankfurt-sozialestadt.de

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