Soziale Arbeit hat die Aufgabe, gesellschaftliche Teilhabe für alle Menschen zu ermöglichen und Ausgrenzung entgegenzuwirken. Dabei begegnen uns in unserer täglichen Arbeit vielfältige Lebensrealitäten, Bedürfnisse und Erfahrungen, denen es gerecht zu werden gilt. Gleichzeitig drohen die im Zuge der aktuellen Debatten um Sozialkürzungen und Reformen zu erwartenden Veränderungen die Rahmenbedingungen zu verschlechtern und unsere Arbeit zunehmend zu gefährden.
Der Fachtag lädt dazu ein, Teilhabe, Differenz und Gerechtigkeit intersektional zu betrachten. Wie können wir Vielfalt nicht nur anerkennen, sondern als selbstverständlichen Ausgangspunkt professionellen Handelns begreifen? Gemeinsam wollen wir Perspektiven austauschen, Erfahrungen teilen und Impulse für eine Soziale Arbeit entwickeln, deren Haltung auf Anerkennung und Selbstbestimmung basiert.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie wir ein Miteinander gestalten können, in dem Unterschiedlichkeit nicht trennt und Ausschluss strukturell behoben wird. Denn Zugehörigkeit ist kein Privileg. Teilhabe, Anerkennung und Chancengerechtigkeit sind Grundlagen einer demokratischen und inklusiven Gesellschaft. Sozialpolitik ist kein reiner Kostenfaktor. Sie ist eine unverzichtbare Voraussetzung dafür, dass wir als Gesellschaft gut zusammenleben.
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