image Foto: Peter Weidemann

Winternotübernachtung: Schutz und Perspektiven in kalten Nächten

Wenn die Temperaturen sinken, wird die Nacht für Menschen ohne Wohnung schnell lebensgefährlich. Umso wichtiger sind Orte, die Wärme, Sicherheit und Hoffnung bieten. Im Winter 2025/2026 haben die Winternotübernachtungen der Diakonie in Offenbach und Frankfurt vielen Menschen Schutz gegeben.

Frankfurt: Hilfe im Bahnhofsviertel
Von Oktober bis Ende März fanden in der Weißfrauen Diakoniekirche mehr als 7.300 Übernachtungen statt. Bis zu 47 Männer pro Nacht erhielten einen Schlafplatz – und die Plätze waren nahezu immer vollständig belegt.

Mehr als 1.000 unterschiedliche Menschen nutzten das Angebot. Neben akuter Hilfe entstanden dabei auch neue Perspektiven: Besonders ermutigend ist unter anderem die Geschichte eines Gastes, der durch die Vermittlung eines externen Kontakts eine neue, vielversprechende Lebensperspektive bekam. Neben der Aussicht auf eine stabile Wohnsituation eröffneten sich ihm auch konkrete Chancen für eine berufliche Neuorientierung

Offenbach: Schutz in der Gerber15
Vom 15. Dezember 2025 bis zum 31. März 2026 standen auch in der Teestube der Gerber15 jede Nacht zwölf Plätze für Frauen, Männer, Paare und Diverse bereit. Zwischen 20.00 Uhr und 6.30 Uhr fanden Menschen ohne Obdach hier einen warmen Aufenthaltsort, Tee, kleine Snacks sowie Zugang zu Sanitäranlagen.

Insgesamt wurden 857 Übernachtungen gezählt – eine Auslastung von rund 67 Prozent. Viele Gäste nutzten das Angebot regelmäßig und wurden zu vertrauten Gesichtern.

Insgesamt 12 Plätze standen Menschen für die Übernachtung zur Verfügung.

Gemeinsam gegen Kälte
Die Winternotübernachtungen zeigen: Schon ein sicherer Schlafplatz, ein warmes Getränk und ein offenes Ohr können viel bewirken. Gleichzeitig bleibt der Bedarf hoch. Die Diakonie prüft deshalb, wie die Angebote künftig weiterentwickelt werden können – mit dem Ziel, Menschen ohne Obdach noch besser zu erreichen und zu schützen.

Möglich wurde die Hilfe durch das Engagement von Sozialhelferinnen und Sozialhelfern sowie Spenden und Unterstützungsaktionen.