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Amor Fati

Bildhauer Andreas Rohrbach zeigt neue Arbeiten in der Weißfrauen Diakoniekirche

„Amor Fati“ – die Liebe zum Schicksal oder zum Unausweichlichen – wählte der Bildhauer Andreas Rohrbach als Titel für seine Ausstellung in der Weißfrauen Diakoniekirche. Sie wird am Donnerstag, 26. September 2019, um 19 Uhr in der Kirche an der Weserstraße / Ecke Gutleutstraße eröffnet. Kurator Thomas Kober spricht, den Prolog hält Professorin Sabine Zimmermann vom Fachbereich Gestaltung der Hochschule Darmstadt.

Mit „Amor Fati“, der von Friedrich Nietzsche geprägten Maxime der größtmöglichen Lebensbejahung, verbindet Andreas Rohrbach die Aufhebung der Zeitlichkeit: Die Vergangenheit ist unveränderbar, die Zukunft unvorhersehbar, nur im Moment der Gegenwart, treffen Menschen Entscheidungen – die einen Zustand der Hingabe an die Welt mit aller Schönheit und Wahrheit offenbaren. Für den Künstler gibt es keine Bedingungen, nur das Sein, die absolute Verschmelzung von Subjekt und Objekt.

Dieses Denkgebäude manifestiert sich in Andreas Rohrbachs künstlerischer Praxis und wird in Form von Bild und Skulptur zum beispielhaften Material für die Betrachtenden. Andreas Rohrbach schafft Denkfiguren, die nachhaltig starke Wirkung entfalten.

Die Ausstellung in der Weißfrauen Diakoniekirche schafft Raum für ein Nachdenken über das eigene Schicksal und seine Unausweichlichkeit, zugleich macht sie die Lebensbejahung durch künstlerische Prozesse sichtbar. Der 1965 in Stuttgart geborene Künstler absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Steinbildhauer und studierte anschließend Bildhauerei am Städel und war dort Meisterschüler von Franz West. Seit 2000 übernahm er verschiedene Lehraufträge.

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