image

Arbeitsbereich Flucht und Integration

Das Thema Flucht steht seit 2015 im Fokus von Politik und Öffentlichkeit. Fast eine Million Menschen kamen in diesem Jahr als Flüchtlinge nach Deutschland, einige Tausend davon nach Frankfurt.

Gesellschaftliche Teilhabe fördern

Im Herbst 2015 übernahm das Diakonische Werk Frankfurt am Main zunächst eine Notunterkunft in Kalbach. Am Anfang ging es um Unterbringung und Erstversorgung der geflüchteten Menschen. Schon bald rückten das Thema Integration und die Förderung der sozialen und gesellschaftlichen Teilhabe in den Vordergrund.

Unterstützung bei der Alltagsbewältigung in vier Unterkünften

Inzwischen betreibt die Diakonie vier Unterkünfte. Die Mitarbeitenden begleiten die Menschen bei der Bewältigung des Alltags, ermöglichen Zugänge zu Sprachkursen und unterstützen bei der Wohnungs- und Arbeitssuche.

Zukunftsperspektiven eröffnen

Freizeit- und Kulturangebote ergänzen das Angebot. Hierfür besteht eine enge Kooperation mit Vereinen, Beratungs-, Kultur- und Bildungsinstitutionen sowie Behörden. Ziel ist es, Kindern und Erwachsenen Zukunftsperspektiven zu eröffnen.

Aufgrund des angespannten Wohnungsmarkts ist davon auszugehen, dass die Unterkünfte auf absehbare Zeit bestehen bleiben und neue hinzukommen.

Flüchtlingsunterkunft „Am Alten Flugplatz“ in Bonames

Im Juni 2016 übernahm die Diakonie den Betrieb der Großunterkunft für Flüchtlinge am Alten Flugplatz Bonames. Dort leben seitdem 64 Familien in kleinen Wohneinheiten, insgesamt 300 Menschen.

Flüchtlingsunterkunft „Am Poloplatz“ in Niederrad

In einer ehemaligen Altenwohnanlage und einem Container leben rund 240 Menschen, Familien und Alleinstehende. Die Diakonie übernahm im Januar 2019 den Betrieb von der AWO.

Flüchtlingsunterkunft „Sportfeld Edwards“ in Berkersheim

Bei der ersten EU-weiten Ausschreibung einer Flüchtlingsunterkunft in Frankfurt erhielt die Diakonie den Zuschlag für den Betrieb der Unterkunft für 170 Menschen. Familien und Alleinstehende sind im Februar 2019 in die kleinen Wohneinheiten eingezogen.

Flüchtlingsunterkunft „Zum Eiskeller“ in Goldstein

Das Haus mit seinen Wohnungen für 11 Familien wurde vom Evangelischen Regionalverband Frankfurt und Offenbach in 2018 gebaut. Es bietet den rund 50 Bewohnerinnen und Bewohner mehr Privatsphäre und stellt für sie einen weiteren Schritt hin zu mehr Selbständigkeit dar.

Zusammenarbeit mit ehrenamtlich Engagierten

Von zentraler Bedeutung ist die Zusammenarbeit mit ehrenamtlich Engagierten. Frankfurterinnen und Frankfurter bieten in den verschiedenen Unterkünften unter anderem Sprachförderung an, geben Hausaufgabenbetreuung oder unterstützen individuell eine Familie. Sie leisten so einen wertvollen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. Begleitet werden sie dabei von der Ehrenamtskoordination.

Das Diesterweg-Projekt für Flüchtlingsfamilien:
Grundschulkinder fördern – Eltern unterstützen

Über das Diesterweg-Projekt für Flüchtlingsfamilien, finanziert durch die Stiftung Polytechnische Gesellschaft und die Linsenhoff-Stiftung, erhalten jedes Jahr Grundschulkinder und ihre Eltern eine gezielte und umfassende Förderung. Neben Bonames gibt es das Projekt auch in einer Flüchtlingsunterkunft in Rödelheim, dort finanziert durch die Commerzbank-Stiftung.